Sehen: Gott sieht uns wirklich an

Der kleine Junge holt aus seinem Rucksack ein Fernglas. Was er sehen will ist mir ein Rätsel. Hier ist nichts als blauer Himmel, keine Wolke, kein Vogel zu sehen.

Als ich ihn frage, was er beobachtet, sagt er: „ich möchte Gott sehen“.

Gott sehen das können wir nicht. Gott ist schließlich un-sichtbar.

Gott sehen können wir nicht, aber er sieht uns. Und nicht nur unser Äußeres.

Er sieht uns, wie wir wirklich sind: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.“

Wenn wir jemanden kennen lernen, können wir ihn nur nach seinem Äußeren beurteilen. Seine inneren Werte, so wie er wirklich ist, können wir nicht sehen.

Und auch wenn wir jemanden sehr gut kennen, sehen wir nicht alle seine Facetten, sehen wir nicht sein wahres Ich. Es wird immer Seiten an meinem Gegenüber geben, die ich nicht kenne.

Bei Gott ist das anders; er kann uns ganz sehen. Einen jeden von uns. Er kennt uns ganz genau. Denn er sieht uns mitten in unser Herz. Er sieht unser ganzes Ich.

Er sieht uns an, wie wir wirklich sind.  

Anna Bernau und Carina Böttcher

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