Wie oft schauen sie in den Spiegel? Und was sehen Sie? Sind sie zufrieden oder möchten sie ganz viel ändern? In Grimms Märchen Schneewittchen wird der Spiegel gefragt: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ „Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier, aber Schneewittchen, über den sieben Bergen bei den sieben Zwergen ist noch tausendmal schöner als Ihr.“ Die Königin kommt mit diesem Urteil nicht klar und greift zu unfairen Methoden. Wie gehen Sie damit um, wenn Ihnen der Spiegel eine Wahrheit sagt, die sie nicht akzeptieren können, nicht wahr haben wollen. Im 1. Korintherbrief lesen wir im 13 Kapitel: Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin. Dieser Spruch erinnert uns daran, dass Äußerlichkeiten nur ein Teil unseres Ichs sind. Nicht nur in Bezug auf die anderen Menschen, sondern auch mit Blick auf uns, sind wir eingeladen, dem Menschen auch hinter den Äußerlichkeiten Raum zu geben. Ein zweiter tieferer Blick lohnt!

 

Wolfgang Machtemes

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